« Soul
17
Jan 12

Anfänge und Grundlagen des Soul

Kategorie: Black Musik |

Die Musikrichtung bildete sich in den 1940ern unter bekannten Big Bands wie Duke Ellington oder Count Basie und Harmonie-Gesangsgruppen wie The Platters und The Toasters heraus,da hier Elemente von Swing, Bebop, Blues und Gospel in der Populär- und Tanzmusik verarbeitet wurden. Diese Stücke spielte man vor einem Publikum, das aus der afroamerikanischen Bevölkerung in den amerikanischen Großstädten (besonders New York, Chicago und New Orleans) bestand. Als eine Gegenrichtung zum klassischen Soul bildete sich der Rock’n Roll, der zwar aus ähnlichen Ursprüngen hervorging, aber zunehmend von Country- und Rock-Elementen beeinflusst wurde. 
In den 60er Jahren entwickelte sich die Soulmusik zu einem großen Ganzen und fasste somit typische Gospel-Elemente, wie das sogenannte Shouting, die typische Call-and-Response-Struktur der Songs und Elemente des Rhythm’n’Blues. wie das rhythmische und taktvolle Händeklatschen, zusammen. Der Stil des Soul war anspruchsvoller als der des Rhythm’n’Blues, da die Soulmusik auch weltliche Texten und eine neue Mode und Eleganz in die Musik brachte. Das wurde auch in Texten, die sich mit dem Geschlechterverhältnis beschäftigten, deutlich, da diese sich oft auf spirituelle Weise mit Verantwortung, Liebe und Zuneigung beschäftigten. Damit zeigte der Soul ein erwachseneres Bild dieses Verhältnisses als zuvor der Rock’n Roll. Die Blütezeit des Soul war eng verknüpft mit der Bürgerrechtsbewegung der afroamerikanischen Bevölkerung. Diese Bedeutung kam vor allem beim Marsch auf Washington D.C. am 28. August 1963 zum Ausdruck, an dem 250.000 Menschen teilnahmen. Die Musik zeigte hier das neue, starke Selbstbewusstsein der Bevölkerung durch Songs wie “Say It Loud - I’m Black And I’m Proud” (James Brown, 1968) oder “Respect” (Aretha Franklin, 1967). 
Der Soul der 60er Jahre wurde ausserdem von zwei unterschiedlichen stilistischen Richtungen geprägt. Einerseits gab es den sogenannten “Southern Soul”, der eher rau und umgeschminkt war und durch die Labels Atlantic Records (New York) und Tax (Memphis) geprägt wurde. Andererseits existierte noch eine zweite Richtung, die gelegentlich als “Notaren Soul” bezeichnet wird und vor allem mit dem Label Motown (Detroit) assoziiert wird. Diese Richtung erreichte durch Soulmusik, die sich mehr am Mainstream orientierte, immense Erfolge auch innerhalb der weißen Bevölkerung. Darauf folgte die zweite Soulwelle zu Beginn der 70er Jahre, die sich auch an diesem Grundkonzept orientierte und vom Label wie Philadelphia International Records (auch: Phil. Sounds) ausgelöst wurde. 
Bis heute gilt die Soulmusik als Verbindung zwischen Genres wie Rock’n Roll, Blues, Hipp Hop, Funk oder Disko-Musik. Soul konnte immer wieder neu aufgelegt werden und ist bis heute der bedeutendste Einfluss der schwarzen Musik auf die Popmusik.



von admin | Über den author:

Ähnliche Posts


Kommentare


Kommentarfunktion geschlossen.

Name (notwendig)

Email (notwendig)

Webseite

Beitrag kommentieren