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	<title>black music radio</title>
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	<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 13:43:21 +0000</pubDate>
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		<title>Rock &amp; Rap, Gangsta Rap</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 04:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Im Jahre 1986 landeten zwei Bands aus dem selben Stall mit Crossover-Stücken Top-Ten-Erfolge: die Beastie Boys mit Fight For Your Right (To Party) und Run-D.M.C. mit Walk This Way, einer Kollaboration mit Aerosmith. Neu daran war, dass zum ersten Mal Einflüsse der Rockmusik integriert wurden, eine Besonderheit der Beastie Boys war darüber hinaus, dass sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahre 1986 landeten zwei Bands aus dem selben Stall mit Crossover-Stücken Top-Ten-Erfolge: die Beastie Boys mit Fight For Your Right (To Party) und Run-D.M.C. mit Walk This Way, einer Kollaboration mit Aerosmith. Neu daran war, dass zum ersten Mal Einflüsse der Rockmusik integriert wurden, eine Besonderheit der Beastie Boys war darüber hinaus, dass sie eine „all-white“-Band waren.</p>
<p>1988 erschien die vielleicht bedeutendste Hip-Hop-Platte, die je produziert wurde: It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back von Public Enemy. Die hochpolitischen Texte und die unglaublich harte Produktion begründeten ein neues Subgenre, den Conscious Rap und zogen einen drastischen Schlussstrich unter die bisherige Definition von Hip-Hop, die Old School wurde abgelöst von der New School.</p>
<p>Zwei Jahre zuvor startete in Philadelphia ein junger MC namens Schoolly D seine Karriere. Obwohl sie insgesamt eher unspektakulär verläuft, verdient er sich mit seinen Rhymes den Ruf, der Urheber des Gangsta-Rap zu sein. Was Gangsta Rap genau ist, präzisieren 1988 ihre berühmtesten Vertreter, N.W.A., die Niggas With Attitude aus Los Angeles. Die Rhymes auf ihrem Album Straight Outta Compton schilderten scheinbar teilnahmslos und ohne moralische Positionierung Kriminalität und Gewalt. Kritiker warfen ihnen vor, die Gewalt zu verherrlichen, anstatt konstruktiv dagegen anzugehen, die Angegriffenen wehrten sich meistens mit dem Argument, dass sie die Zustände in den Ghettos abbildeten, und wem diese nicht gefielen, der müsse die Zustände verändern.</p>
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		<title>Hip Hop vor der Jahrtausendwende</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 04:37:07 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Hip Hop]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Beginn der 1990er Jahre ersetzte der für dieses Musikgenre eher selten genutzte Begriff Hip-Hop zunehmend die bislang verwendete Bezeichnung Rap. Mit dem Auftreten von N.W.A. und Public Enemy begann nicht nur das Zeitalter des Gangsta-Rap. Andere Künstler aus Los Angeles wie Boo-Yaa T.R.I.B.E., Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg und 2Pac (Tupac Shakur) traten plötzlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Beginn der 1990er Jahre ersetzte der für dieses Musikgenre eher selten genutzte Begriff Hip-Hop zunehmend die bislang verwendete Bezeichnung Rap. Mit dem Auftreten von N.W.A. und Public Enemy begann nicht nur das Zeitalter des Gangsta-Rap. Andere Künstler aus Los Angeles wie Boo-Yaa T.R.I.B.E., Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg und 2Pac (Tupac Shakur) traten plötzlich hervor, und zum ersten Mal war New York (die „Eastcoast“) nicht mehr das Zentrum des Hip-Hop. Die stärksten Acts der beginnenden 90er Jahre an der Eastcoast waren entweder intellektuelle Formationen vor allem der Native Tongues Posse wie De La Soul, A Tribe Called Quest, Black Sheep, die Jungle Brothers oder auch die Fu-Schnickens oder politische Acts wie Public Enemy oder KRS-One. Die teils sehr experimentellen oder politisch dezidierten Töne fanden zwar starken Anklang bei der Kritik, von der Straße schien sie aber zunehmend weit weg. In den 90er Jahren setzten Künstler mit Alben wie Nas Illmatic, Mobb Deep mit The Infamous oder der Wu-Tang Clan mit Enter The Wu-Tang - 36 Chambers Meilensteine für die Rapmusik und prägten damit den Eastcoast Sound.</p>
<p>Der Gangsta-Rap der „Westcoast“ hatte jetzt die Führung übernommen und die nächsten Jahre sollten geprägt werden von der Fehde zwischen Ost- und Westküste (wobei die Zuordnung nicht immer streng geographisch war), die von dem kommerziellen Aufstieg, den Hip-Hop in den 90ern erfuhr, noch gefördert wurde.</p>
<p>Mitte der 90er Jahre hatte sich die Auseinandersetzung in einer Art Stellvertreterkrieg auf 2Pac (Westcoast) und Notorious B.I.G. (Eastcoast) konzentriert. Als im September 1996 2Pac und ein halbes Jahr später Notorious B.I.G. erschossen wurden, brach der „Krieg“, von dem keiner mehr wusste, worum er sich eigentlich drehte, in sich zusammen. Im selben Jahr erklärten verschiedene Rapper von beiden Küsten, bei einem gemeinsamen Treffen, die Konfrontation für beendet.</p>
<p>Als herausragendes Album aus dieser Zeit ist die 1996 erschienene Doppel-CD All Eyez On Me (Tupac Shakur) zu erwähnen. Es war das erste Doppel-Album der Rapgeschichte und zugleich das erfolgreichste. Auf dem Album ist ebenfalls die meistverkaufte Rap-Single der Welt zu finden California Love (RMX) (Tupac Shakur feat. Dr. Dre).</p>
<p>Musikalisch gab es in der zweiten Hälfte der 90er Jahre bedeutende Neuerungen. Besonders die Beats wurden komplexer, worin man den Einfluss von Stilen wie Reggae und Dancehall (Raggamuffin Hiphop), aber auch des Oldschool-Hip-Hop und des Electro Funk der 80er Jahre hören konnte. Zudem wuchs die Stilrichtung des Hip-Hop immer weiter mit der des Soul und des R&#038;B zusammen, um 2000 erreichte der Einfluss auch die „normale“ Popmusik wieder. Bedeutende Alben kamen in dieser neuen Ästhetik von Wyclef Jean (The Carnival, 1997) und Lauryn Hill (The Miseducation of Lauryn Hill, 1998).</p>
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		<title>Hip Hop Aktuell</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 04:36:42 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Hip Hop]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar hat offiziell keine der Küsten gesiegt, in den folgenden Jahren aber wurde über den Weg des Plattenmarktes deutlich, dass es weder der politische conscious rap noch die intellektuelle Schule der Native Tongues Posse aus dem Osten war, die sich durchgesetzt hatten. Der Hip-Hop-Markt der Gegenwart wird dominiert von den Gangstarappern der Westcoast, ihren Zöglingen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar hat offiziell keine der Küsten gesiegt, in den folgenden Jahren aber wurde über den Weg des Plattenmarktes deutlich, dass es weder der politische conscious rap noch die intellektuelle Schule der Native Tongues Posse aus dem Osten war, die sich durchgesetzt hatten. Der Hip-Hop-Markt der Gegenwart wird dominiert von den Gangstarappern der Westcoast, ihren Zöglingen und Nachfolgern. Seit der Jahrtausendwende jedoch ist die Dominanz der Westcoastrapper stark zurückgegangen und die Eastcoast beziehungsweise seit etwa zwei Jahren auch der Down South haben der Westküste den Rang abgelaufen.</p>
<p>In den letzten Jahren hat aber vor allem eine Szene auf sich aufmerksam gemacht, nämlich die in Detroit. Größtenteils ist dies ihrem berühmtesten Vertreter Eminem geschuldet, der über seinen Ruhm die Karrieren anderer Künstler wie D12, G Unit,Obie Trice, Stat. Quo oder 50 Cent wesentlich initiierte. Allerdings ist Eminem selbst eine Entdeckung Dr. Dres, der mit Aftermath Records inzwischen auch eine Filiale in New York betreibt.</p>
<p>Seit Anfang der 90er Jahre hat sich Hip-Hop auch international verbreitet. Dabei haben sich typische Stile der einzelnen Länder herauskristallisiert, insgesamt aber bleiben die Interpreten aus den USA tonangebend. In Europa fiel Hip-Hop bereits in den 80er Jahren in den französischen Banlieues von Paris und Marseille auf fruchtbaren Boden. Internationales Renommée erwarben sich Anfang und Mitte der 90er Jahre vor allem MC Solaar und IAM.</p>
<p>In Deutschland gibt es ebenfalls eine lange Tradition des Hip-Hop. Der deutsche Rapper Torch wurde von dem inoffiziellen Vater des Hip-Hop, Afrika Bambaataa, 1985 zum ersten „Zulu-Nation-Chapter“ Deutschlands ernannt. Seit den 90er Jahren ist deutscher Hip-Hop auch kommerziell erfolgreich.</p>
<p>Auch in anderen Ländern existieren zwar Hip-Hop-Szenen (z. B. chinesischer, belgischer, oder bosnischer Hip-Hop), meist sind sie aber musikalisch epigonal (nachahmend). Erwähnenswert ist noch der Britische Hip-Hop, der die eigene Spielart des Britcore hervorbrachte, sowie der brasilianische Hip-Hop, der ebenfalls einen eigenen Unterstil, den von der Bass Music beeinflussten Rio Funk, hervorbrachte. Auch in Afrika hat sich mittlerweile eine vielfältige Szene entwickelt, die oft amerikanischen Vorbildern nachstrebt, aber auch eigenständige Spielarten des Hip-Hop hervorbringt.</p>
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		<title>Entwicklungen des Soul außerhalb der Vereinigten Staaten</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 04:35:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Westeuropa und Großbritannien Durch die starken kulturellen Bande zwischen den USA und Großbritannien war Soul hier bereits in den Sechzigern relativ erfolgreich. Der Soul-Trend wurde jedoch nie komplett aus den Staaten übernommen, da die britischen Künstler immer eine eigene Komponente in ihrer Musik hatten. Der britische Soul wurde vor allem durch den sogenannten Blue Eide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Westeuropa und Großbritannien Durch die starken kulturellen Bande zwischen den USA und Großbritannien war Soul hier bereits in den Sechzigern relativ erfolgreich. Der Soul-Trend wurde jedoch nie komplett aus den Staaten übernommen, da die britischen Künstler immer eine eigene Komponente in ihrer Musik hatten. Der britische Soul wurde vor allem durch den sogenannten Blue Eide Soul geprägt, der vor allem durch Dusty Springfield bekannt wurde. Im Laufe der 70er gründeten sich hier zahlreiche weitere Bands, die oft aus weißen Mitgliedern bestanden aber nicht minder Erfolg hatten, auch außerhalb Großbritanniens. Beispiele für Soulkünstler sind Average White Band, Hot Chocolate oder Heatwave. Seit den Achtzigern wurde die britische Soulmusik exklusiver und edler und viele Künstler kombinierten den Soul mit anderen Musikstilen. Dabei ist der Arid Jazz zu erwähnen, der eine Kreuzung aus Pop, Jazz und Soul darstellte und von Künstlern wie Sade, Carmel oder Sarah Jane Morris vertreten wurde. Einflüsse von Funk oder Reggae waren dagegen bei Bands wie Jamiroquai oder Lebvel 7 zu finden.  Deutschland Die Musikrichtung Soul wurde in Deutschland auf verschiedene Weisen bekannt. Einerseits brachten amerikaniche Soldaten, die in Deutschland stationiert waren, die Musik in die Clubs und Diskotheken. Andereseits wurde das Interesse an Soul in Deutschland durch die Bekanntheit der Soulmusik in Großbritannien größer, aber eine eigenständige Soul-Szene entwickelte sich nur langsam. Im neuen Jahrtausend wurde auch die Soulmusik in Deutschland zu einer eigenen Szene, die aus dem Hip-Hop hervorging und durch Künstler wie Moses Pelham, Sabrina Setlur, Ayman, Joy Denalane und Cassandra Stehen geprägt. Besondere Erfolge mit deutscher Soulmusik erzielt bis heute der Mannheimere Xavier Naidoo. Somit zeigt sich die Soulmusik in Deutschland seit dem Beginn des neen Jahrtausends als sehr vielseitig und steht für ein buntes Crossover. Oft wird sie beeinflusst von Elenden der Funk-, Jazz- und Raggeamusik. </p>
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		<title>Entwicklung der Soulmusik in späteren Jahrzehnten</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 04:34:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den folgenden Jahrzehnten etablierte sich der Begriff “Soul” als Synonym für schwarze Popmusik. Auch in vielen Produktionen im Bereich der Rock- und Funkmusik nahm die Soulmusik einen bedeutenden Einfluss und so entstanden prägende Hits wie der Song “Papa Was A Rolling Stones” von den Temptations, die damit ein Paradestück lieferten, im Bereich akzentuierter Einsatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den folgenden Jahrzehnten etablierte sich der Begriff “Soul” als Synonym für schwarze Popmusik. Auch in vielen Produktionen im Bereich der Rock- und Funkmusik nahm die Soulmusik einen bedeutenden Einfluss und so entstanden prägende Hits wie der Song “Papa Was A Rolling Stones” von den Temptations, die damit ein Paradestück lieferten, im Bereich akzentuierter Einsatz von Bläser-Sektionen. Die Soulmusik wurde durch Bewusstseinsänderung der Menschen Ende der 60er immer sozialkritischer und Lieder wie Edwin Starrs Antikriegssong “War” wurden immer erfolgreicher. Prägend für die Soulentwicklung in den Siebzigern waren Künstler wie Steve Wonder und Marvin Gaye, die es schafften, genreübergreifenden Erfolg zu erzielen. 1972 gründete der Black Muslim Kenny Gamble und sein Partner Leon Huf das Label Philadelphia International Records und schuf damit eine weitere Mainstream-orientierte tanzbare Soul-Variante. Dieser Stil wurde als Phily Sound bekannt und Ende der Siebziger gelang auch den Künstlern dieses Labels (wie Gloria Gaynor) der Brückenschlag zur Disko-Welle.  Anfang der 80er stand die klassische Soulmusik in einer Krise, da sich durch die Erfolge des Hip-Hop im schwarzen Amerika zwei Interessengruppen gebildet hatten. Neue Labels in neuen Städten wie New York und Los Angeles sorgten für Neuerungen in der Soulwelt und führten dazu, dass die alten Zentren nahezu bedeutungslos wurden. Haupttrend wurde der Crossover in Richtung Pop und Begriffe wie Neo Soul oder Urban Soul etablierten sich. Die Entwicklungen im neuen Jahrtausend führten zu einer Dezentralisierung und Internationalisierung der Soulmusik. Soul gilt zwar nach wie vor noch als eine “schwarze” Musikrichtung, aber viele nichtschwarze Künstler und Interpreten haben den Soul mittlerweile für sich entdeckt.</p>
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		<title>Die Sechziger als Jahrzehnt des Souls</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 04:34:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Laufe der 60er Jahre wurde die Soulmusik zu einer eigenen schwarzen Popmusik. Bereits in den Fünfzigern konnte man die Entwicklung des Soul beobachten und diese wurde vor allem durch Künstler wie James Brown, Sam Cooke, und Ray Charles geprägt, besonders der Song “What’d I say” von Ray Charles gilt als wesentlicher Auslöser. Viele Soul- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Laufe der 60er Jahre wurde die Soulmusik zu einer eigenen schwarzen Popmusik. Bereits in den Fünfzigern konnte man die Entwicklung des Soul beobachten und diese wurde vor allem durch Künstler wie James Brown, Sam Cooke, und Ray Charles geprägt, besonders der Song “What’d I say” von Ray Charles gilt als wesentlicher Auslöser. Viele Soul- und Gospel-typische Elemente fand man auch schon in schwarzen Gesangsgruppen und auch bei einigen Jazzsängerinnen, wie Ella Fitzgerald oder Dinah Washington. Diese Veränderungen in der schwarzen Unterhaltungsmusik wurden auch von einer weiteren Richtung beeinflusst, die vom avantgardistischen Jazz herkam. Diese zeigte das allgemeine Bedürfnis nach Veränderung. Ein weiteres Signal war auch die Entwicklung hin zum Hard Bop, die durch eine Gruppe hochgradiger Musiker beeinflusst wurde, die die Entwicklung des Bebop zum Cool Jazz nicht mitmachen wollten und sich dafür dem Rhythm’n&#8217;Blues annäherten. Diese Musiker kombinierten den Funk-Rhythmus mit dem akzentuierten und rhythmusbetonten Bläserstil und prägten so einen neuen, als Hard Bop bezeichneten Jazz-Stil.  Der Soul wurde dann ausgelöst von vielen übergreifenden stilistischen Gemeinsamkeiten. Besonders zu erwähnen im ZUge dieser Entwicklung ist das Label Atlantic Records in New York, dass Mit LaVern Baker, Ruth Brown, Clyde McPhatter und Ray Charles bereits Ende der Fünfziger wegbereitende Künstler unter Vertrag. Weitere Atlantic-Acts waren der aus Philadelphia stammende Solomon Burke sowie Dionne Warwick und Bobby Darin.  Auch in den Städten Memphis und Detroit wurde die Soul-Ära massgeblich geprägt. Das in Memphis ansässige Label Stax spezialisierte sich dabei auf einen recht einfach gehaltenen, ursprünglichen Soul. Die Firma Motown Records in Detroit legte von Anfang an Wert auf kommerziellen Erfolg im Pop-Mainstream und wurde bekannt fpr Hits, die eine starken Ohrwurm-Charakter hatten. Andere Künstler, wie James Brown, lassen sich keinem bestimmten Label zuordnen und erarbeiteten sich eine eigene Ruf. Und auch andere Städte machten sich einen Namen im Soul-Business, bekanntes Beispiel dafür ist Chicago.  Die Soul-Ära fand ein Ende im Jahre 1968, da hier, ausgelöst durch das Attentat auf Martin Luther King im April 1968, die Faszination für die Soulmusik nachließ. Viele Firmen meldeten Konkurs an und das Selbstverständnis zahlreicher Sänger und Künstler änderte sich nicht zuletzt durch die Einflüsse der Hippie- und 68er-Bewegung. Maßgeblich wurde dies durch das Woodstock-Festival beeinflusst. </p>
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		<title>Anfänge und Grundlagen des Soul</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 04:33:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Musikrichtung bildete sich in den 1940ern unter bekannten Big Bands wie Duke Ellington oder Count Basie und Harmonie-Gesangsgruppen wie The Platters und The Toasters heraus,da hier Elemente von Swing, Bebop, Blues und Gospel in der Populär- und Tanzmusik verarbeitet wurden. Diese Stücke spielte man vor einem Publikum, das aus der afroamerikanischen Bevölkerung in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Musikrichtung bildete sich in den 1940ern unter bekannten Big Bands wie Duke Ellington oder Count Basie und Harmonie-Gesangsgruppen wie The Platters und The Toasters heraus,da hier Elemente von Swing, Bebop, Blues und Gospel in der Populär- und Tanzmusik verarbeitet wurden. Diese Stücke spielte man vor einem Publikum, das aus der afroamerikanischen Bevölkerung in den amerikanischen Großstädten (besonders New York, Chicago und New Orleans) bestand. Als eine Gegenrichtung zum klassischen Soul bildete sich der Rock’n Roll, der zwar aus ähnlichen Ursprüngen hervorging, aber zunehmend von Country- und Rock-Elementen beeinflusst wurde.  In den 60er Jahren entwickelte sich die Soulmusik zu einem großen Ganzen und fasste somit typische Gospel-Elemente, wie das sogenannte Shouting, die typische Call-and-Response-Struktur der Songs und Elemente des Rhythm’n&#8217;Blues. wie das rhythmische und taktvolle Händeklatschen, zusammen. Der Stil des Soul war anspruchsvoller als der des Rhythm’n&#8217;Blues, da die Soulmusik auch weltliche Texten und eine neue Mode und Eleganz in die Musik brachte. Das wurde auch in Texten, die sich mit dem Geschlechterverhältnis beschäftigten, deutlich, da diese sich oft auf spirituelle Weise mit Verantwortung, Liebe und Zuneigung beschäftigten. Damit zeigte der Soul ein erwachseneres Bild dieses Verhältnisses als zuvor der Rock’n Roll. Die Blütezeit des Soul war eng verknüpft mit der Bürgerrechtsbewegung der afroamerikanischen Bevölkerung. Diese Bedeutung kam vor allem beim Marsch auf Washington D.C. am 28. August 1963 zum Ausdruck, an dem 250.000 Menschen teilnahmen. Die Musik zeigte hier das neue, starke Selbstbewusstsein der Bevölkerung durch Songs wie “Say It Loud - I’m Black And I’m Proud” (James Brown, 1968) oder “Respect” (Aretha Franklin, 1967).  Der Soul der 60er Jahre wurde ausserdem von zwei unterschiedlichen stilistischen Richtungen geprägt. Einerseits gab es den sogenannten “Southern Soul”, der eher rau und umgeschminkt war und durch die Labels Atlantic Records (New York) und Tax (Memphis) geprägt wurde. Andererseits existierte noch eine zweite Richtung, die gelegentlich als “Notaren Soul” bezeichnet wird und vor allem mit dem Label Motown (Detroit) assoziiert wird. Diese Richtung erreichte durch Soulmusik, die sich mehr am Mainstream orientierte, immense Erfolge auch innerhalb der weißen Bevölkerung. Darauf folgte die zweite Soulwelle zu Beginn der 70er Jahre, die sich auch an diesem Grundkonzept orientierte und vom Label wie Philadelphia International Records (auch: Phil. Sounds) ausgelöst wurde.  Bis heute gilt die Soulmusik als Verbindung zwischen Genres wie Rock’n Roll, Blues, Hipp Hop, Funk oder Disko-Musik. Soul konnte immer wieder neu aufgelegt werden und ist bis heute der bedeutendste Einfluss der schwarzen Musik auf die Popmusik. </p>
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		<title>Soul</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 04:32:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Begriff “Soul” oder auch “Soulmusik” ist eine Bezeichnung für eine größten Bewegungen der Unterhaltungsmusik der Afroamerikaner. Ihre Ursprünge fand sie Ender der 1950er Jahre im Rythm and Blues und der Gospelmusik. So kam es dazu, dass der Begriff “Soul” in den 60ern quasi für schwarze Popmusik stand. Auch im Bezug auf die Geschichte der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff “Soul” oder auch “Soulmusik” ist eine Bezeichnung für eine größten Bewegungen der Unterhaltungsmusik der Afroamerikaner. Ihre Ursprünge fand sie Ender der 1950er Jahre im Rythm and Blues und der Gospelmusik. So kam es dazu, dass der Begriff “Soul” in den 60ern quasi für schwarze Popmusik stand. Auch im Bezug auf die Geschichte der USA und der bürgerrechtliche Kampf gegen Rassismus und für Gleichberichtigung spielt Soulmusik eine große Rolle.  Soulmusik hat sowohl einen engeren als auch einen weiteren Sinn. Im engeren Sinn ist Soul eine musikalische Vortragsweise, die vor allem in den 60er und 70er-Jahren angewandt wurde. Sie ist gekennzeichnet durch eine sehr emotionale Darstellung von Vokal- und Instrumentalsoli, einen stark betonten Gesangspart und Musikstücke, die einen dramatischen Aufbau sowie eine kontrastreiche Dynamik und Instrumentierung haben (engl. heart and soul = mit ganzer Seele). Im weiteren Sinn ist der Begriff “Soul” bezeichnend für eine Gattung der Popmusik, die neben Stilrichtungen wie Rock, House, Funk, Hip-Hop und Easy Listening auftritt. Die Soulmusik tritt in unterschiedlichen Charakteristika auf und dafür gibt es viele Beispiele. So unterscheidet sich die langsame Ballade “When A Man loves A Woman” von Percy Sledge und die Interpretation des Liedes “Respect” von Aretha Franklin stark voneinander, gehören aber beide zum Genre Soul. Der kommerzielle Neo Soul steht im Spannungsfeld von Jazz mit seiner Spontanität, Improvisiertheit und Kreativität, Pop mit seinen kommerziellen Hörgewohnheiten, Rock mit seiner Härte und Geradlinigkeit sowie dem Easy Listening und dem Chanson mit all seiner Melodiehaftigkeit und Zartheit. Obwohl der Soul seit 2000 von aktuellen Stilrichtungen wie Funk, Disco und Hip-Hop in den Hintergrund gedrängt wurde, gilt er bis heute als ein Hauptstil innerhalb der Unterhaltungsmusik. </p>
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		<title>Rhythm and Blues</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 04:31:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Rhythm and Blues bestimmt seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts die populäre Musik der farbigen Bevölkerung aus den USA. Da sich die Art der afroamerikanischen Unterhaltungsmusik im steten Wandel befindet, fasst man unter den Begriff Rhythm and Blues auch sehr unterschiedliche Genres zusammen. Als Basis können jedoch die frühen Gesangs- und Musikstile der amerikanischen Farbigen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rhythm and Blues bestimmt seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts die populäre Musik der farbigen Bevölkerung aus den USA. Da sich die Art der afroamerikanischen Unterhaltungsmusik im steten Wandel befindet, fasst man unter den Begriff Rhythm and Blues auch sehr unterschiedliche Genres zusammen. Als Basis können jedoch die frühen Gesangs- und Musikstile der amerikanischen Farbigen, bestehend aus Gospels, Spirituals und Blues angesehen werden.</p>
<p>Der Rhythm and Blues (auch Rhythm &#038; Blues, abgekürzt: R&#038;B, R ’n’ B oder auch RnB) war zunächst ein Stil der in den 1940er-Jahren die afroamerikanische Popmusik dominierte. Bezeichnend für den damaligen R&#038;B-Stil war eine rhythmisch stark akzentuierte Form des Blues, aus der später der Rock ’n’ Roll wurde.</p>
<p>Der Begriff Rhythm and Blues tauchte erstmals 1941, nach einem Tantiemen-Streit zwischen der amerikanischen Urheberrechtsgesellschaft ASCAP und den Rundfunkanstalten der USA als Gattungsbegriff auf, um den als diskriminierend empfundenen Begriff Race Music zu ersetzen. So betitelte das Billboard-Magazin ab 1949 eine seiner Spartenhitparaden mit Rhythm and Blues. Den Begriff soll Jerry Wexler geprägt haben, der damalige Journalist und spätere Produzent des Plattenlabels Atlantic Records</p>
<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die ersten Rhythm-and-Blues-Bands in den USA gegründet. Die Radiostationen waren nicht mehr bereit, für ihr musikalisches Unterhaltungsprogramm teure Big Bands anzustellen und spielten stattdessen Schallplatten. Damit fiel für die Big Bands ein beträchtlicher Anteil der Einkünfte weg. An ihre Stelle traten kleinere Bands, die aus Rhythmus-Gruppe und einigen Bläsern (Horn-Sections) bestanden.</p>
<p>Diese sogenannten schwarzen Big Bands und Kneipen-Combos interpretierten den Rhythm and Blues als eine Art Tanzmusik. Viele Bands verpflichteten echte Shouter als Sänger, wie Big Joe Turner. Der erste große Star des Rhythm and Blues war Louis Jordan. Zu seinen Hits zählten unter anderem Caldonia, Saturday-Night-Fish-Fry und ChooChoo-Boogie. Als Leadinstrument setzte sich gegenüber dem Piano die elektrische Gitarre durch. Typische Vertreter des gitarrenbetonten Rhythm and Blues sind beispielsweise Ike und Tina Turner. Die Stellung des Rhythm and Blues als Musik der schwarzen Unterschicht änderte sich in den 1950er-Jahren durch die Vermischung des Rhythm and Blues und des Rock ’n’ Roll. Der herausragende Künstler seinerzeit war Chuck Berry. Durch die Kommerzialisierung der weißen Plattenfirmen anhand von weißen Sängern wie Elvis Presley, Jerry Lee Lewis oder Buddy Holly verlor der R&#038;B seinen eigentlichen Charakter und wurde so für das Etablissement gesellschaftsfähig.</p>
<p>Angestachelt durch den Mainstreamsog den der Rhythm and Blues ausgesetzt war suchten sich die schwarzen Musiker neue Musikstile. Ein Stil der sich durchsetzen sollte war die Soulmusik. Durch die Verbindung von Rhythm and Blues mit Gospel schufen die schwarzen Künstler in den späten 1950er-Jahren die Soulmusik, eine Form des Rhythm and Blues mit seinen alten säkularen Themen, die nun mit sakraler Energie vorgetragen wurde. Als Vorreiter der Soulmusik ist in dieser Zeit Ray Charles zu nennen. Später folgten dann Marvin Gaye, Barry White und The Temptations. Der Song Hallelujah, I love her so! (1959) von Ray Charles spiegelte diese Spannung im Titel wider. Soul griff die Motive und Themen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung auf – den Kampf um gesellschaftliche (rechtliche und wirtschaftliche) Anerkennung der immer noch unterprivilegierten Afroamerikaner und damit verbunden der Konstituierung schwarzen Selbstbewusstseins.</p>
<p>Soul spaltete sich in den 60er Jahren in verschiedene Genres und Stile auf. Der wirkungsmächtigste und geschäftlich erfolgreichste dürfte Motown gewesen sein. Das Detroiter Label machte eine Reihe von Künstlern groß, beispielsweise Diana Ross &#038; The Supremes, die Temptations, Smokey Robinson &#038; The Miracles, Stevie Wonder und Marvin Gaye. Eine Entwicklungslinie führte von hier zum Funk der 1970er-Jahre. Stilprägend war hier vor allem James Brown.</p>
<p>Gegen Ende der 60er Jahre übernahmen schwarze Soulmusiker wie zum Beispiel Ike und Tina Turner Elemente des Rock in ihren Kompositionen auf. Andere Bands wie die Jackson Five vermischten Rhythm And Blues-Elemente mit schnellen, gradlinigen Pop-Rhythmen und kreierten so den Disco-Stil.<br />
In den 1980er- und 1990er-Jahren erfuhr der Begriff eine Neudeutung und bezeichnete Verbindungen von Popmusik und Soul (Michael und Janet Jackson, Whitney Houston, Lionel Richie), beziehungsweise später eine Verbindung von Popmusik und Hip-Hop (Musik). Zur genaueren Abgrenzung werden hierfür häufig die Begriffe „Contemporary R&#038;B“, „Rhythm ’n’ Beat“, „Rap ’n’ Beat“ oder „R&#038;B“</p>
<p>Die klassische Soulmusik steckte Anfang der 80er Jahre in einer schweren Krise. Eine Folge des Hip-Hop war die Spaltung des schwarzen Amerika in zwei unterschiedliche Welten und Wertsysteme. Auch die kommerziellen Zentren der Soul-Musik verlagerten sich. Während Chicago, Memphis und Detroit für Soul-Produktionen nahezu bedeutungslos wurden, sorgten neue Studios und Labels in New York, Philadelphia und Los Angeles für Nachschub auf dem Soul-Markt. Haupttrend war auch hier der Crossover in Richtung Pop. Kurzfristig lebte auch die alte Stilbezeichnung Rhythm’n’Blues neu auf – diesmal als Stilbezeichnung für neuere, tanzbare Soul-Varianten. Als langlebiger erwiesen sich allerdings allgemeinere Begriffe wie Neo Soul oder Urban Soul. Bedeutende Soul-Künstler des neuen, urban ausgerichteten Stils waren Luther Vandross, Freddie Jackson, Shirley Jones, Teena Marie und Anita Baker. Doch auch älteren Soul-Acts wie Gladys Knight &#038; the Pips, Marvin Gaye und Bobby Womack gelang es in dieser Umbruchphase, sich mit neuen Produktionen und Stücken in Erinnerung zu bringen.</p>
<p>Ab den 80er Jahren wendete sich die Aufmerksamkeit der schwarzen Musiker einer Mischung aus R&#038;B und weißer Popmusik zu. Afroamerikanische Pop-Musiker wie Michael Jackson, Janet Jackson, Billy Ocean, Prince, Whitney Houston, Maxwell, Terence Trent D’Arby u.a. ließen zwar in den Melodien nach wie vor ihre musikalischen Ursprünge erkennen, doch der Sound und die rhythmischen Strukturen lehnten sich dagegen meist mehr an weiße Popproduktionen an. Das Ergebnis waren angepasste Texte und perfekte Sounds, die sich sehr an das Etablissement anlehnten, und nicht mehr allzu viel mit der eigentlichen Bedeutung der schwarzen Musik zu tun hatte. Die Rhythmen betonten nicht mehr so stark Synkopen und wurden dadurch ‘gerade’. Die technische Entwicklung der elektronischen Instrumente wie zum Beispiel Drum-Computer oder Syntheziser trugen dazu ihren Teil bei. Nur am Werdegang der Künstler zeigte sich der Ursprung in der schwarzen Kultur. Sie etablierten sich zuerst in den vorhandenen Rhythm and Blues-Charts, bevor die weiße Hörerschaft sie wahrnahm und sich der Erfolg in den Pop-Charts einstellte. Diese Übernahme gipfelte in der Bezeichnung des Rhythm and Blues-Sängers Michael Jackson als King Of Pop.</p>
<p>Zusammen mit Produzent Quincy Jones definierte Jackson Ende der Siebziger auf dem Album “Off The Wall” die moderne Ausrichtung des R’n&#8217;B. Funkige Disco-Sounds vereinten sich mit guten, alten Soul-Tunes, heraus kam eine sexy-groovende, oft schmalzige Version des Mainstream-Pop. Jackson selbst blieb seinem Sound mit den beiden nächsten Alben “Thriller” und “Bad” zwar treu, doch dank des überragenden Superstarstatus in der ganzen Welt und seinem Bestreben “weiß” zu werden, entfernte er sich von seinen afroamerikanischen Roots. Die Geburtsstunde des R’n&#8217;B war der Anfang, mit der sich die schwarze Musik im Laufe der Jahre gesellschaftlich etablierte. Die Verschmelzung zwischen schwarzer und weißer Musik wurde unter anderem auch von so Ausnahmekünstlern wie Michael Jackson forciert. Im umgekehrten Sinne kann man natürlich auch weiße Künstler wie Buddy Holly, Elvis und Eric Clapton als Wegbereiter der musikalischen Verschmelzung ansehen.</p>
<p>Gegen Ende der 80er Jahre drängte immer mehr ein Sprechgesang in den Vordergrund der Musikszene. Der Hip Hop beherrschte zusehends den Mainstream, und so kam auch der R’n&#8217;B nicht mehr an der musikalischen Ausrichtung der Subkultur vorbei. Tone Loc, Young MC, DJ Jazzy Jeff and The Fresh Prince sowie später MC Hammer und Vanilla Ice nahmen eingängige Stücke auf. Sie bestanden meist aus Samples, die von großen vergangenen Hits stammten (zum Beispiel MC Hammers “U Can’t Touch This” mit Samples von Rick James “Super Freak”) und Raps, die nicht mehr von den gesellschaftlichen Schwierigkeiten handelten, sondern von Partys. Somit verlor in diesem Musikbereich auch der Rap seine eigentliche Bestimmung.</p>
<p>In den 90er Jahren kamen zu den unkomplizierten Raps meist im Refrain noch eingängige Melodien. Durch die Verwendung von Gesang im Refrain und Rap-Parts in der Strophe entstand eine klare traditionelle Songstruktur, die ursprünglich im Hip Hop in Anlehnung an den Funk und Blues nicht vorhanden war. Rap-Musik fand so ein größeres Publikum. Naughty By Nature, Coolio, Will Smith oder Salt-N-Pepa waren typische Vertreter dieser erfolgreichen Richtung, die einen weiteren wichtigen Grundstein für den heutigen R’n&#8217;B setzte.</p>
<p>Teddy Riley, Produzent und Mitglied von Guy, war auf den beiden Platten “Guy” und “The Future” von 1988 und 1990 der erste, der Hip Hop-Beats samplete und darüber reinen, sprich ohne Raps unterbrochenen Soul-Gesang legte. Der Stil erinnerte noch an Pop der 80er oder seichte Funkstücke, doch die technisch Verbindung zwischen Hip Hop und Soul war durch das Samplen vollzogen. Den neuen Stil bezeichnete man zunächst als New Jack Swing.</p>
<p>Der Vorreiter des New Jack Swing-Sounds war Sex-Symbol Bobby Brown. Brown klangt mit seinem Album “Don’t Be Cruel” zwar sehr nach Michael Jackson, doch auch hier zeigte sich schon die Verbindung der beiden Stile der schwarzen Musik. “My Prerogativ” war ein internationaler Hit und damals an jeder Straßenecke zu hören. Eher für die ruhigeren Stunden war Babyface geschaffen. Dieser machte in den 70ern seine ersten Schritte im professionellen Musikgeschäft als Backgroundsänger in der Band von Bootsy Collins. In den 80ern gründete er mit seinem Partner Antonio Reid seine eigene Funkband. Gemeinsam gründeten Reid und Babyface das LaFace Label, auf dem Bobby Brown, Sheena Easton und Karyn White Songs veröffentlichten. Stücke wie “It’s No Crime”, Whip Appeal, “Never Keeping Secrets”, “When Can I See You”, die Babyface unter eigenem Namen herausbrachte, sind Anfang der 90er Jahre schon sehr sparsam in der Instrumentation. Die Rhythmen ticken langsam und die einzelnen Beats stachen stark hervor. Darüber lag Gesang mit weichen Linien, Vibrato und gelegentlich gepressten Tönen, die das im Soul zum Ausdruck gebrachte Leid verdeutlichen sollten.</p>
<p>Das Paradebeispiel der neuen Musikrichtung war P. Diddy alias Puff Daddy. Er schaffte es, mit Coverstücken aus den 80er Jahren (”Every Breath You Take” von The Police), die den Refrain des Originals bis auf den Text exakt übernahmen, und eingängigen, schleppenden Beats, Leute für Hip Hop zu begeistern, die sich eigentlich nicht für Sprechgesang interessierten. Seine Idee funktionierte: Wochenlang dominierten seine Songs ab Mitte der 90er Jahre die internationalen Charts.</p>
<p>Davon inspiriert und ermutigt verwendeten immer mehr schwarze Pop- bzw. Soul-Produzenten Elemente des Hip Hop. Die Fusion von Soul-Gesang mit Hip Hop-Beats wurde in den 90er Jahren zum Inbegriff des R’n&#8217;B. Dabei kamen gelegentlich auch Raps vor, was die enge und dauerhafte Verwandtschaft zum Hip Hop begründete. Von diesen verwandten Stilen unterschied sich der R&#038;B am deutlichsten durch seine Thematik: Wenn der Hip Hop Protest ist und der Soul für die Liebe steht, dann ist R’n&#8217;B der reine Sex.</p>
<p>Dass auch die Breakbeat-Hochzeit des Jungle und Drum’n&#8217;Bass Mitte der 90er Jahre nicht spurlos am R&#038;B vorüber ging, bewies unterdessen die ‘Rückkehr der Synkopen’ (Akzentverschiebungen). Moderne R’n&#8217;B-Beats sind ein Meisterstück in Sachen Drum-Programming. Mit Hilfe moderner Sampling-Technologie und einer unglaublichen Vielfalt an synthetischen Tonerzeugungsverfahren strotzten sie vor intelligenten Klängen, Geräuschen und Sounds. Sie waren abwechslungsreich, aufwändig und Ami-phatt produzierte und durften sogar zu den unmöglichsten Zählzeiten akzentuieren. Die Masse wurde während des Drum’n&#8217;Bass-Hypes bereits durch alle dunklen Gassen geschickt. In der Nach-Breakbeat-Ära brachten rhythmische Raffinessen deshalb niemand mehr aus dem Takt. Eindrucksvoll demonstrierten das z.B. Destiny’s Child oder TLC. In London kreierten Craig David und Artful Dodger fast zeitgleich aus Drum’n&#8217;Bass-Rhythmik, der 4-on-the-Floor-Atmosphäre des Vocal House/Garage, der Gefälligkeit der “Blackness” und der Chartstauglichkeit des R’n&#8217;B einen neuen Stil namens 2Step.</p>
<p>Im Laufe der letzten Dekade erschienen eine Flut von verschiedenen Bands, Sängern und Sängerinnen, die diese neue und kommerziell erfolgreiche Richtung einschlugen, die genannten Destiny’s Child und TLC oder Boyz II Man sind nur die erfolgreichsten Vertreter. R. Kelly erarbeitete sich über Jahre hinweg eine Fangemeinde, zählt heute zu den Superstars und gilt mittlerweile schon fast als idealtypischer R&#038;B-Musiker. Mary J Blige machte zunächst mit hartem Image und deftigem Gesang auf sich aufmerksam. Mit der Zeit veränderte sie ihr Auftreten und singt mittlerweile weichere Töne. Aktuell sind diese Kooperationen eine Selbstverständlichkeit: Mary J. Blige, Aaliyah und Missy Elliott arbeiten mit Timbaland, Destiny’s Child mit Wyclef Jean und Beyoncé Knowles mit The Neptunes zusammen.</p>
<p>Allgemein kann man heute von drei Hauptströmungen des R&#038;B ausgehen. Es gibt die Stars, die Contemporary R&#038;B, also zeitgemäßen R&#038;B spielen, etwa Beyoncé oder Usher. Es gibt es die Verschmelzung mit dem Hiphop – und schließlich gibt es R&#038;B in einer traditioneller instrumentierten, souligen Variante, etwa von Macy Gray, Erykah Badu oder Alicia Keys.</p>
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		<title>Die 4 Elemente vom Hip Hop: MCing</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 11:10:46 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sylvia Robinson, Mitbesitzer des in New Jersey beheimateten Sugarhill Labels, nahm 1979 Big  Bank Hank, Wonder Mike und Master Gee unter Vertrag, die zusammen die Sugarhill Gang bildeten. Im gleichen Jahr veröffentlichten die drei ihre erste Single &#8220;Rapper&#8217;s Delight&#8221;. Es handelt sich dabei um den ersten international kommerziell erfolgreichen Hip Hop-Track, der in den Billboard-Charts in die Top 40 einstieg, Goldstatus erhielt und weltweit über 8 Millionen mal verkauft wurde. &#8220;Rapper&#8217;s Delight&#8221; gilt zwar als der Durchbruch aus dem Underground des Raps in die Charts, aber zwei Wochen vorher veröffentlichte die Funkband Fatback ihre Single &#8220;You My Candy Sweet&#8221;, auf deren B-Site ein Song namens &#8220;Kim Timm III (Personality Jock)&#8221; drauf war. Dort rappte der unbekannte MC King Tim III, aber durch den Überraschungserfolg der Sugarhill Gang, wurde diese Single in den Hintergrund gedrängt.</p>
<p>Danach wurde der Musikindustrie bewusst, dass man mit Rap-Musik Geld verdienen konnte. Auf dem Label Enjoy erschien dann Ende 1979 Grandmaster Flash &#038; The Furious Five MCs, die wohl bekannteste Crew aller Zeiten, erste Single &#8220;Superrappin&#8221;. Zusammen mit seinen Mitgliedern Melle Mel, Kidd Creole, Cowboy, Rahiem und Mr. Ness aka Scorpio veröffentlichte er dann 1981 auf Sugarhill Records das erste Rap-Album aller Zeiten, &#8220;The Adventure of Grandmaster Flash on the Wheel of Steel&#8221;. Ein Jahr später veröffentlichte die Gruppe die Single &#8220;The Message&#8221;, auf der erstmals sozialkritische Inhalte formuliert wurden. Im selben Jahr wie &#8220;The Message&#8221; erschien auch die zweite Single eines weiteren DJ-Veteranen der Blockparty-Ära, &#8220;Planet Rock&#8221; von Afrika Bambaataa &#038; The Soulsonic Force. Inspiriert von Kraftwerks &#8220;Trans Europa Express&#8221; war diese Single die erste, die nur mit Synthesizern produziert wurde. Bambaataas schnelle Drumcomputer-Beats, und maschinellen Synthesizer-Riffs wurden stilbildend für den Electro Funk, der sich bald vom Hip Hop abspaltete und in den späten 90er Jahren ein Revival im Technobereich erlebte.</p>
<p>1986 wurden die ersten Crossover-Stücke mit Top-Ten-Erfolgen veröffentlicht: Beastie Boys &#8220;Fight For Your Right To Party&#8221; und Run D.M.C. &#8220;Walk This Way&#8221;. Neu daran war, dass zum ersten Mal Einflüsse der Rockmusik integriert wurden, eine Besonderheit der Beastie Boys war darüber hinaus, dass sie eine &#8220;all white&#8221;-Band waren. 1988 erschien das vielleicht bedeutendste Hip Hop-Album, das je produziert wurde: &#8220;It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back&#8221; von Public Enemy. Die hochpolitischen Texte und die unglaublich harte Produktion begründeten ein neues Subgenre, den Conscious Rap und zogen einen drastischen Schlussstrich unter die bisherige Definition von Hip Hop. Zwei Jahre zuvor startete in Philadelphia ein junger MC namens Schoolly D seine Karriere. Obwohl sie insgesamt eher unspektakulär verläuft, verdient er sich mit seinen Rhymes den Ruf, der Urheber des Gangsta-Rap zu sein. Was Gangsta-Rap genau ist, präzisieren 1988 ihre berühmtesten Vertreter, N.W.A., die Niggas With Attitude aus Los Angeles. Die Rhymes auf ihrem Album &#8220;Straight Outta Compton&#8221; schilderten scheinbar teilnahmslos und ohne moralische Positionierung Kriminalität und Gewalt.</p>
<p>Andere Künstler der Westküste, besonders aus Los Angeles, wie Boo-Yaa T.R.I.B.E., Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg und 2 Pac traten Anfang der 90er Jahre plötzlich hervor und zum ersten Mal war die Ostküste mit dem Zentrum New York nicht mehr Mittelpunkt der Rap-Landschaft. Der Westcoast-Gangsta-Rap hatte jetzt die Führung übernommen und die nächsten Jahre sollten geprägt werden von dem Krieg zwischen Ost- und Westküste, der 1996 mit den tragischen Tod von 2 Pac und Notorious B.i.G. endete. Musikalisch gab es in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre bedeutende Neuerungen. Die Beats wurden komplexer, worin man den Einfluss von Stilen wie Reggae und Dancehall, aber auch des Oldschool Hip Hop und des Electro Funk der 80er-Jahre hören konnte. Zudem wuchs die Stilrichtung des Hip Hop immer weiter mit der des Soul und des R&#8217;n‘B zusammen. Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends findet der Rap auch verstärkt Einzug in den Mainstream und die Popmusik. MCs werden zu richtigen Superstars gemacht, zieren die Cover der Teenie-Zeitschriften und stellen ihren Reichtum und Erfolg auch nur zu gerne zur Schau. Für einen erfolgreichen Rapper reicht es heute aber nicht nur aus Musik zu machen. Sie spielen in Filmen mit, entwerfen eigene Schmuck- und Modelinien und dienen als Werbeträge der großen Firmen, was vor 30 Jahren noch undenkbar war.</p>
<p>Erfahrt im nächsten Teil wie sich das DJing über die Jahrzehnte weiterentwickelte&#8230;</p>
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